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Start Vereine in Alpsray Pumpennachbarschaft

Pumpennachbarschaft


Die Pumpennachbarschaft wurde am 31. Mai 1975 gegründet

Auf Anregung verschiedener Gruppen wurden im Frühjahr 1975 Überlegungen angestellt, die durch den verstärkten Zuzug in Alpsray immer größer werdende Pumpennachbarschaft, durch Gründung einer weiteren Nachbarschaft zu entlasten. So trafen sich im Frühjahr 1975 einige Nachbarn bei der Familie Echstenkämper mit dem Ziel, eine weitere Pumpennachbarschaft ins Leben zu rufen. Man einigte sich, für den 31. Mai 1975 eine Versammlung in der Gaststätte von Peschges einzuberufen. Die Nachbarn wurden hierzu mit Handzetteln eingeladen.

 

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Josef Gormanns (+ 23.7.2004) wurde dazu ausersehen, die Versammlung zu leiten. Er begrüßte alle Anwesenden zur Neugründung der Pumpennachbarschaft im nördlichen Teil von Alpsray und führte die Wichtigkeit der Pumpennachbarschaften anhand der Rheinberger Geschichte auf. So bildete die Pumpe in alten Zeiten den Mittelpunkt des Lebens, da hier das notwendige Trinkwasser für die Bewohner zur Verfügung stand. Und so lag es im Interesse aller, gemeinsam für den Unterhalt der Pumpe zu sorgen, was die Gemeinschaft über die Sorge um das lebensnotwendige Trinkwasser hinaus, enger zusammenband. Dieser Gedanke, mit dem Symbol der Pumpe, ließ etwa um 1930 die Pumpennachbarschaften am Niederrhein neu aufleben. Seither entstanden bis zur Gründung unserer Pumpennachbarschaft im Jahre 1975 etwa 47 solcher Nachbarschaften am Niederrhein.

 

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In einer lebhaften Diskussion wurden von den Gründungsmitgliedern die organisatorischen Dinge abgeklärt und der erste Vorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzte :


1. Pumpenmeister: Theo Lisken, Johannes-Laers-Str. 43
2. Pumpenmeister: Werner Thaeniges (+)
1. Kassierer: Frau Goermanns, Am Rothen Busch 8
2. Kassierer: Gerd Echstenkämper, Kapellenweg 4
Spendenmeisterin: Antonia Hausmann (+), Johannes-Laers-Str. 45
1. Beisitzer: Jupp Gormanns (+), Am Rothen Busch 8
2. Beisitzer: Horst Queisler, Kapellenweg 18

Die der Versammlung beiwohnenden Gründungsmitglieder konnten leider nicht mehr alle aus den vorhandenen Protokollen ermittelt werden, da keine Teilnehmerliste auffindbar war und die ersten Protokolle sehr spärlich waren.

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Das erste Nachbarschaftsfest

Am Freitag, den 13. September 1975 fand im Saal von Peschges das erste Nachbarschaftsfest unter dem Motto "ERNTEDANK" statt. Am gleichen Tage wurde auch als äußeres Zeichen der Nachbarschaft eine von Alfred Bands (+1989) gestiftete Pumpe in dessen Vorgarten auf der Johannes-Laers-Str. 42 aufgestellt, wo sie sich auch heute noch befindet.

Die erste Jahreshauptversammlung fand am 22. November 1975 ebenfalls in der Gaststätte Peschges statt, auf der dann auch der endgültige Name der Pumpennachbarschaft festgelegt wurde. Die neue Pumpennachbarschaft hieß fortan "Pumpennachbarschaft Alpsray". Zwei Jahre später, in der Jahreshauptversammlung am 16. November 1977, bezifferte die 1. Kassiererin Frau Gormanns die Mitgliederzahl in unserer Pumpennachbarschaft bereits mit 69 Familien.

23 Jahre später bezifferte die amtierende Schriftführerin Marion Meyer auf der Jahreshauptversammlung am 17. März 2000 die Mitgliederzahl mit 498 Mitgliedern (360 Erwachsene und 138 Kinder unter 18 Jahren, was dem damaligen Stand von 194 Familien entspricht).

So wuchs mit der steigenden Einwohnerzahl im nördlichen Alpsray auch die Mitgliederzahl unserer Pumpennachbarschaft stark an und wurde zur mitgliederstärksten Pumpennachbarschaft am Niederrhein. Im Laufe der Jahre ging die gesellschaftliche Veränderung und der starke Zustrom städtisch geprägter Bewohner auch nicht an Alpsray vorbei. Und so werden sich die Pumpennachbarschaften im angehenden Jahrtausend auf eine neue Herausforderung einstellen müssen, um diese schöne niederrheinische Tradition weiterleben zu lassen. Unterstützt werden die Pumpennachbarschaften hierbei von der "Vereinigung der historischen Pumpennachbarschaften Rheinbergs e. V." Diese Vereinigung entstand auf Betreiben von Carl Hubertus Underberg.

Am 14. Februar 1984 lud der damalige "Meister über alle Meister" Carl Hubertus Underberg alle Pumpenmeister der Stadt in den Kamper Hof mit dem Ziel ein,. die Gründung der "Vereinigung der historischen Pumpennachbarschaften Rheinbergs e. V.“ zu beschließen. Für unsere Pumpennachbarschaft nahm damals Theo Lisken teil, der später in den 90ger Jahren bis zu seinem Tode dem Vorstand angehörte.

Die dort erstellte Satzung wurde jeder Pumpennachbarschaft in Rheinberg zugestellt.

 


Übersicht der „Meister über alle Meister"
Dr. Josef Underberg 1935 -1946
Emil Underberg 1946 -1958
Dr. Carl Underberg 1958 -1972
Carl Hubertus Underberg 1972 -1992
Christoph Schiffer seit 1992

Als absehbar war, dass die Gaststätte Peschges nicht mehr auf Dauer den Alpsrayern zur Verfügung stehen würde, da diese stark renovierungsbedürftig war und bereits 1984 die oberen Räumlichkeiten gesperrt wurden, suchte man nach anderen geeigneten Räumlichkeiten. Zu dieser Zeit wurde die alte Alpsrayer Schule, die zuletzt als Sonderschule genutzt wurde, frei. Zunächst sollte diese der amerikanischen Armee, die im Reichelhochhaus stationiert war, zur Verfügung gestellt werden. Auf Betreiben unseres damaligen 1. Pumpenmeisters Theo Lisken setzten sich alle Vereine dafür ein, die alte Schule für die Alpsrayer zu nutzen und zur Unterhaltung des Schulgebäudes einen "Trägerverein Bürgerzentrum e. V." zu gründen. So wurde Anfang 1985 bei Peschges die Gründungsversammlung abgehalten, die Theo Lisken leitete. Hartmud Hennig, der zu dieser Zeit als unser 2. Pumpenmeister tätig war, wurde als erster Vorsitzender des (zuk. Trägervereins) gewählt und schied auf der nachfolgenden Jahreshauptversammlung aus unserem Vorstand aus, um sich ganz der gestellten Herausforderung zu widmen. Auch in den nachfolgenden Jahren wurde und wird immer noch das Bürgerzentrum von unserer Pumpennachbarn unterstützt.

Die Pumpennachbarschaft in Alpsray war in der Vergangenheit mehr als nur eine lose Vereinigung, die sich zum Feiern traf. Sie trugen mit dazu bei, ein gutnachbarschaftliches Klima zu schaffen, dass für ein prosperierendes Alpsray wichtig war. Es entstand eine gut funktionierende Nachbarschaft, die sich unabhängig von der Vereinszugehörigkeit und zusammen mit den anderen Vereinen für die Belange Alpsrays einsetzte. Aber feiern, das konnten die Nachbarn auch. Gründe hierfür waren überdies leicht zu finden. Sicherlich war einer dieser Höhepunkte die Einweihung der Johannes-Laers-Straße, an dem sich alle Vereine auch finanziell beteiligten.

Solche Rückblicke erwecken gerade beim Begehen eines Jubiläums alte Erinnerungen, Erinnerungen an frühere Zeiten. Wenn Nachbarn hier und da zusammenkommen und sich Bilder vergangene Tage anschauen, lebt die Erinnerung erst recht wieder auf : „Ach! Was waren das doch für schöne Zeiten - weißt Du noch wie der Theo ..... Schau doch 'mal , ist das da auf dem Bild nicht die .... - mein Gott, waren wir da noch jung !" Und die Geschichten der Alten runden das Bild ab.

Zeitzeugnisse, insbesondere Bilder, sind sicherlich gut geeignet, unseren Kindern und Enkeln das Leben in Alpsray näher zu bringen. Auf den Jahreshauptversammlungen der Schützenbruderschaft wurde zum Beispiel aus den Protokollen von vor 50 Jahren vorgelesen.

Bereits in den Jahren 1975 bis 1981 wurde auch bei uns damit begonnen, in einem handgebundenen Buch die Hauptaktivitäten der Nachbarschaft handschriftlich niederzuschreiben, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Leider wurde dies nach 1981 nicht weitergeführt und war sicherlich auch zeitaufwendig. Damit der nachbarschaftliche Gedanke und das Wissen um die Tradition der Pumpennachbarschaften für die nachfolgenden Alpsrayer erhalten bleibt, wurde zum 25jährigen Jubiläum das Geschehen der Pumpennachbarschaft Alpsray in einer Chronik anhand der zur Verfügung stehenden Jahresberichte festgehalten. Ergänzt wird unsere Chronik durch Bilder von den Veranstaltungen, die durch privates Engagement seit 1986 an kontinuierlich festgehalten wurden. Diese können die Mitglieder auf den jeweiligen Jahreshauptversammlungen einsehen.
Die Pumpennachbarschaften haben am Niederrhein eine lange Tradition. Die Aktivitäten der letzten 25 Jahren unserer Pumpennachbarschaft ist ein Teil dieser Tradition und ein Teil der Zeitgeschichte in Alpsray, auf die man auch stolz zurückblicken darf. Ein Stück Zeitgeschichte, dessen Handschrift insbesondere der aktiven Alpsrayern erkennbar ist. Die Nachbarschaft lebt von dem Zuspruch, den die Nachbarn ihr entgegen bringen und hebt die Lebensqualität im Ort. Hoffen wir, dass diese schöne Tradition noch lange Bestand hat und die Pumpennachbarschaft Alpsray ihr 50jähriges Vereinsjubiläum am 31. Mai 2025 feiern kann.